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Homöopathische Verletzungsmittel

Prellungen und Blutergüsse

Arnica montana ist sicherlich eines der Hauptmittel bei Verletzungen, dass man so schnell wie möglich einnehmen sollte. Arnika hilft (fast) immer bei Prellungen mit Blutergüssen und Schwellung, aber auch bei Überlastungen durch Verheben, körperlicher Überanstrengungen, Folgen von „falschen“ Bewegungen, Verrenkungen, Verstauchung, Quetschungen - mit Geschwulst ist es sehr gut wirksam. Wenn vorhanden, dann ist auch der psychische Zustand des Patienten nach einer Verletzung auch sehr auffällig: Der Patient möchte nicht angefasst werden und hat ausgeprägte Angst vor Berührung, da die Berührungen stark schmerzhaft sind. So lässt sich der Patient auch vom Arzt nicht untersuchen und schreckt vor ihm zurück. Das geht so weit, dass die Beschwerden bagatellisiert werden und eine Hilfe abgelehnt wird. Wenn Arnica angezeigt ist, dann ist für den Patienten jede Bewegung schmerzhaft. Er hat auch dass Gefühl, dass alles zu hart ist (selbst das weichste Bett ist zu hart.....). Die Ruhe und Kälte bessern die Beschwerden. Arnica hat auch einen heilsamen Einfluss auf die Blutgefäße und auf Blut- und Flüssigkeitsaustritte in das Gewebe (Hämatome, Lymphschwellungen) Geben Sie Arnica in den ersten Tagen täglich 6 bis 8 mal zu je 3 bis 4 Kügelchen. Sollte das nicht den Schmerz, die Schwellung und die Bewegungseinschränkung deutlich lindern, dann sollten Sie Sulfur acidum in der selben Dosierung nehmen. Ruta graveolens ist ein Mittel für die Verletzung der Knochenhaut, Sehnen, Hand- und Fußgelenke. Typisch für „Ruta“ - Zustände ist das Zerschlagenheits- und Verkürzungsgefühl im betroffenen Glied und die Kraftlosigkeit. Interessant die Besserung nach leichter Bewegung und die Kälteunverträglichkeit. Für den Fall, dass Sie sich ein „Feilchen“ zugezogen haben hilft Ledum palustre gegen die schönen blauen Augen.....

Verstauchungen

Liegt eine Verstauchung vor und sind die stechenden Schmerzen so stark, dass man sich am liebsten gar nicht mehr bewegen mag, ja die kleinste Erschütterung oder Bewegung weh tut, muss die verletzte Stelle, an der sich eine heiße, harte Schwellung gebildet hat, auch gekühlt und am besten noch festgehalten oder gar gedrückt werden, dann denken Sie bitte an Bryonia alba (Dosierung wie oben). Ein Tipp: Bryonia hilft auf bei gereizten, ärgerlichen Menschen, die nach dem Unfall allein gelassen werden wollen. Auch auffallend ist, dass der „Bryonia – Patient“ sich bewusst auf die schmerzende Stelle legt und nach einer festen Bandage verlangt.Sollte aber im Gegenteil der Verletzte so empfindlich sein, dass er jede Berührung, oder gar jede Annäherung der Hand gleich zurückweist, so ist wieder Arnica zu geben.Ist die Verstauchung aber so, dass das betroffene Gelenk sich steif anfühlt und die reißenden Schmerzen in Sehnen und Bändern die ruhige Lage ganz unerträglich machen, ja dass Bewegung des verletzten Körperteiles nach Überwindung des ersten „Einlaufschmerz“ deutlich bessert und auch die Wärme sehr wohl tut, so ist Rhus toxicodendron viel hilfreicher als Bryonia.Bellis perennis (Gänseblümchen) ist ebenfalls ein bewährtes Verstauchungs- und Prellungsmittel wenn sehr schmerzhaft Blutergüsse und Schwellungen vorliegen (auch bei Verletzung von tiefer gelegenen Gewebe). Bellis perennis hat schon mehrere „Feilchen“ in kürzester Zeit geheilt.Calcium carbonicum ist bei Gelenkschwellungen und (Gelenk-) Beschwerden von alten, schon länger zurückliegenden Verstauchungen oder bei Beschwerden von Verheben angezeigt.Aconitum napellus wird bei den psychischen Folgen hilfreich sein, wenn nach dem Unfall eine Schocksymptomatik mit ausgeprägter Angst und Unruhe vorliegt.

Schleudertrauma

Hat man einen Auffahrunfall erlitten und ein Schleudertrauma davongetragen sollte man zuerst Arnica versuchen. Hat Arnica keinen Erfolg, geben Sie bitte Bryonia (Typisch für das Schleudertrauma – und Bryonia – ist die Verschlechterung bei der kleinsten Bewegung und die Steifheit der Muskeln.Cicuta virosa, der Wasserschierling hat sich bei Gehirnerschütterung oder anderen Kopfverletzungen oder bei Muskelkrämpfen nach Schlag oder Fall gut bewährtHat man z. B. einen Tritt vors Schienbein erhalten hat, und die Knochenhaut ist dabei verletzt worden, so empfiehlt sich das Mittel Ruta graveolens.

Knochenbrüche

Wenn nach einem Knochenbruch der Bruch schlecht oder zu langsam heilt. Sollten Sie Calcium phosphoricum nehmen. Dieses Mittel ist auch bei Wachstumsschmerzen der Kinder sehr bewährt. Auch das homöopathische Komplexmittel „Traumeel – Gel“ ® hat sich zum Auftragen auf schmerzende Gelenke gut bewährt.

Schnittverletzungen und Wunden

Schnittverletzungen (und auch die schmerzhaften Folgen der Schnittverletzung wie z.B. Nervenschmerzen) gleich welcher Art heilt am besten Staphisagria.Ist allerdings bei der Schnittverletzung sehr sensibles Gewebe verletzt worden, wie z. B. die Fingerspitzen, die Lippe oder ähnlich sehr empfindliche Teile, so sollten Sie lieber Hypericum (Johanneskraut) wählen, dass den Nervenschmerz bald lindern wird. Tipp: Hypericum kann auch als „Hypericum-Nervenöl“ äußerlich auf die überempfindlichen Stellen gerieben werden. Übrigens: Sind Sie mal auf den „Allerwertesten“ gefallen und haben sich eine – meist äußerst schmerzhafte - Steißbeinprellung zugezogen, dann ist Hypericum ein echter Geheimtipp!Bei Schürfwunden kann äußerlich auf die Wunde verdünnte (1 : 10) Calendulatinktur aufgetragen werden. (zum innerlichen Einnehmen können Sie ebenfalls Calendula-Kügelchen nehmen. Liegt bei der Schürfung auch noch gleich eine Prellung mit Bluterguss vor, sollten Sie auch an Arnica denken!)Wollen selbst kleine Wunden nicht zu bluten aufhören, so ist Phosphorus ein Geheimtipp. So mancher homöopathisch arbeitende Zahnarzt gibt auch schon vor einer Zahnextraktion – rein vorbeugend – Phosphorus.

Hautabschürfungen

Calendula (Ringelblume) fördert die schnelle Wundheilung und wird insbesondere bei offenen, tiefen, „zerfetzten“ Wunden oder Hautabschürfungen angewandt. Aber auch bei Quetschwunden (wenn Arnica nicht ausgereicht hat) hat die Ringelblume sich bewährt. Ringelblume gibt es auch als Essenz ( „Calendula Extern“) zum Auftragen auf Umschläge!

Wundinfektionen

Rein vorbeugend sollten Sie bei allen offenen Wunden Arnica geben. Den Hinweis auf Arnica bekommen Sie durch die starke Schmerzempfindlichkeit des Patienten und durch das typische Wundheitsgefühl. Sollten sich erste Anzeichen auf eine „Blutvergiftung“ zeigen (helle Röte, auch mal blaurote Verfärbung und Hitze an der betroffenen Stelle, pulsierenden, klopfende Schmerzen), wird Belladonna schnelle Linderung verschaffen. Hepar sulfuris ist das „homöopathisches Antibiotikum“ bei allen eitrige Infektionen und durch Verunreinigungen verursachte Wundinfektion. Hepar hilft dem Körper Verschmutzungen und Fremdkörper auszustoßen. Typisch für diese Art von Infektion ist der unerträgliche, splitterartige Schmerzen und die ausgeprägte starke Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit. Wichtig: alle infizierten Wunden sollten Sie Ihrem Hausarzt zeigen, der dann ggfs. weitere Maßnahmen veranlassen kann.

Sonnenstich

Bei Sonnenstich (vermeiden ist besser als heilen!) mit Klopfen im Kopf und den Schläfenschlagadern sollte Glonoinum bald helfen. Ist die Linderung unzureichend, oder bleiben noch Restbeschwerden übrig, dann geben sie am besten Belladonna (Tollkirsche). Sie hilft bei Sonnenstich mit plötzlichem, hohen Fieber und glühend heißem Kopf bei kalten Händen und Füßen. Belladonna ist auch angezeigt, wenn beim Sonnenstich die Kinder phantasieren.

Insektenstiche und Bisswunden

Für Stiche von Insekten (Bienen, Wespen etc.) empfehlen sich: Bei glasiger, wassersüchtiger Schwellung, Hitzegefühl mit Brennen und Stechen sowie Wärmeunverträglichkeit: Apis; bei großer Berührungsempfindlichkeit mit ausgesprochener Angst berührt zu werden: Arnica. Bei Mückenstichen hilft auch das Waschen mit Wasser, in dem Arnica aufgelöst wurde.Sollte nach einem Biss auch nervenreiches Gewebe verletzt worden sein (Gesicht, Lippen, Hände) und Taubheitsgefühl, Kribbeln, Ameisenlaufen und Muskelzucken vorliegen, dann ist Hypericum perforatum angezeigt.Auch Ledum palustre ist hilfreich nach Stich- und Bisswunden. Typisch für Ledum sind die Muskelzuckungen um Wunde. Die verletzte Stelle fühlt sich äußerlich kalt, jedoch empfindet der Patient eine innerliche Hitze mit Brennen. Weitere Merkmale, die für Ledum sprechen sind die Verschlimmerung von Wärme oder Bettwärme und die Besserung durch Kälte und kalte Umschläge.

Verbrennungen

Auch bei Verbrennungen kommt es auf die individuelle Symptomatik an.Für das allererste Anfangsstadium, wenn noch keine Blasenbildung jedoch schon eine dunkle Hautrötung und eine ausgeprägte Berührungsempfindlichkeit vorliegt, so ist wieder Arnica montana angezeigt. (Denken Sie auch an die psychische Symptomatik: Lehnt Verband und Hilfe ab, bagatellisiert seine Beschwerden). Aber auch Belladonna könnte angezeigt sein, wenn noch keine Blasenbildung, aber eine starke Hitze und dunkle Rötung mit klopfenden, pulsierenden Schmerzen vorliegt.Ansonsten ist das häufigste Mittel Arsenicum album. Es lindert die brennenden Schmerzen, die Angst und die starke Unruhe. Ein weiterer Hinweis auf Arsenicum ist das Verlangen nach WARMEN Umschlägen, welche die Schmerzen lindern). Wenn die Verbrennungsschmerzen über Tage hinweg nicht nachlassen, kann man Causticum als Zwischenmittel geben. Causticum ist auch sehr hilfreich, wenn die Brandwunden schlecht verheilen. Es verhindert Narbenbildung und eine Verdickung der Haut.Auch Cantharis (die Spanische Fliege) ist ein hervorragendes Mittel insbesondere bei Verbrennungen mit wassergefüllten Blasen (Verbrennungen I. oder II. Grades). Es lindert die stark brennenden Schmerzen sowie den Juckreiz und zieht das Wasser aus den Blasen. (Hinweis: wenn Cantharis angezeigt ist sollten sich die Beschwerden bei Kälte und kalten Anwendungen bessern). Man kann mit Cantharis – Essenz auch Umschläge machen. Verdünnen Sie die Essenz mit Wasser 1 zu 4.Sollte die Verbrennung schon zu einem Wundödem mit aufgedunsener, hellrot glänzender Haut und brennend – stechenden Schmerzen geführt haben, liegt auch eine deutliche Verschlechterung durch Wärme und bei Berührung vor (Besserung bei kalten Umschlägen) – so sollten Sie Apis melifica (Honigbiene) geben.Wenn sich die Brandblasen abgelöst haben entstehen oftmals herabschießende Nervenschmerzen. Dann ist Hypericum perforatum angezeigt.Bei Verbrennungen könnte ja auch ein Schock vorliegen. Gegen die Schocksymptome, wie  Angst und Ruhelosigkeit und manchmal auch die übertriebenen Beschwerden bei eher leichteren Verbrennungen würde Aconitum wohltuend wirken.

Reiseübelkeit und Probleme auf Reisen

Gegen Reiseübelkeit, Seekrankheit oder ähnliches helfen: Cocculus, wenn das Fahren im Auto schon nicht vertragen wird; Arsenicum album oder Veratrum album, wenn bei dem Brechwürgen große Schwäche vorherrscht (Arsenicum album friert, will Wärme haben, Veratrum album fühlt sich zwar eiskalt an Händen und Füßen an, will gleichwohl aber keine Zudecke haben), Ipecacuanha bei Übelkeit mit Erbrechen, Sepia bei heftigem Kopfweh und gleichzeitigem Verlangen nach sauren oder pikanten Speisen; Tabaccum bei „tödlicher“ Übelkeit, Schweißausbrüchen und deutlichem Verlangen und auch Besserung an der frischen Luft.

Dosierung der homöopathischen Mittel

Bei allen homöopathischen Mitteln gilt: Das Mittel als Kügelchen (Globuli) in der Potenz C 30 (es können auch niedrigere oder höhere Potenzen gegeben werden) geben, jeweils 2 bis 3 Kügelchen. Nach jeweils 15, 30, 60 oder 120 Minuten – je nach Krankheitsschwere (je schwerer, je öfter) – darf wiederholt werden.



Homöopathische Mittel für Verletzungen

Arnica

Einfluß auf die Blutgefäße und auch Blutaustritte, Hämatome, Lymphschwellungen, Verstauchungen, nach Zahnextraktionen, Comotio, Wunden (beiSchnittwunden Staphisagria, bei klaffenden, nicht heilenden Wunden Hypericum)

Hypericum

Steißbeinprellung (stechende oder reißende Schmerzen), bei Schneidezahnfrakturen, bei bostspinalem Kopfschmerz (DD Cina), Nervernverletzung, von der Symptomatik ein eher ausstrahlender Schmerz.

Ledum

Bei entzündlichen Nervenschmerzen, lokale Beschwerden, die nicht ausstrahlen. Nach Bissen giftiger Tiere - Zecken etc. (Bei Ledumstichen bleibt immer ein roter Punkt.). Insbesondere Stiche in Hände oder Füße. (Bei Stiche in die Weichteile: Arnica). Splitter in Händen oder Füßen, Distorsionen, wenn Kühlung hilft (DD Arnica). Wunden, die wenig bluten, dann aber anschwellen und sich verfärben.

Rhus-tox

Nach Unterkühlung, nach schwitzen, Durchnässung, nach Überheben, ziehende Rückenschmerzen: Wärme Amel, Bewegung Amel.

Ruta

Überanstrengung Agg., Kälte Agg., heilt Periostitis bei z.B. Schienbeinschmerzen, bei Verhärtungen, Schwielen, Dupuytren, Hammerzehe, Knötchen an den Sehnen, Augenüberanstrengung, Quetschungen, Zerrungen.

Cantharis

Großes Mittel bei Verbrennungen im I. oder II. Grad. Man kann auch Umschläge machen, auch als Gemisch mit Essig /Wasser 1:4

Apis

Bienenstich mit Schwellung und stechenden Schmerzen. Kühlung Amel.. Aber wenn starke Schwellung mit Lymphangitis, dann Ledum

Aconit

Duch kalten Wind plötzliche Schmerzen, starke Gesichtsschmerzen, Ohrenschmerzen, Neuralgien, Folgen von Schreck oder Schock.

Calendula

Schürfwunden, Quetschungen, Riß/Quetsch-Wunden. Auch als Calendula-Essenz

Symphytum

Heilung von Knochenschäden / Periost

Belladonna

Sonnenstich, Fieber um 2 oder 14 Uhr, plötzlich, hohes Fieber mit glühend heißem Kopf und kalten Händen. Die Kinder phantasieren.




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